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Das Sonnenzimmer

Wenn man – in einem Zimmer sitzend – die Sonne durch ein Fenster hindurch beobachtet und ihre Positionen von Zeit zu Zeit auf der Fensterscheibe markiert, dann ergeben sich interessante, teils nach oben und teils sogar nach unten gewölbte sowie teils gerade Linien. Sie stellen die Projektion der sphärischen Sonnenbahnen auf eine ebene Fläche dar. Aus diesen Überlegungen heraus entwickelte sich in 2008 das Sonnenzimmer, das im Frühjahr 2009 im Maßstab 1:20 gebaut wurde.


Sonnengang-Uhr mit Sonnenzimmer
Sonnengang-Uhr mit Sonnenzimmer (Foto: M. Zarth)

In den 4 Ecken der Hangfläche zwischen den Treppen stehen Säulen, die von Rundbögen überspannt werden. Sie deuten ein normales Wohnzimmer in etwa fünffacher Vergrößerung an. In den offen gelassenen Wand- und Deckenflächen zeigen Stangen die tiefste, mittlere und höchste Bahn an, auf der die Sonne – vom Mittelpunkt der Sonnengang-Uhr aus betrachtet – über den Himmel zieht. Schaut man entlang des sich drehenden Zeigers der Sonnengang-Uhr, so sieht man, wie dieser die Bahnen in den Wandflächen und darüber hinaus die kosmischen Bahnen der Sonne genau nachzeichnet.

In der Ostwand des Sonnenzimmers befindet sich die Analemmakurve, die die Form einer geneigten Acht bzw. des Unendlichkeitssymbols hat. Sie zeigt den Stand der Sonne im Verlaufe eines Jahres jeweils um 9:00 Uhr Ortszeit (= 9:20 Uhr MEZ) an.

Wie das original große Sonnenzimmer aussehen könnte, zeigen die drei folgenden Bilder, die durch Fotomontage(M. Zarth) entstanden sind.

Sonnenzimmer in Frontalansicht

Sonnenzimmer in Südansicht

Blick vom Modellbootteich aus: das Planetarium „steht“ sehr symmetrisch innerhalb des Sonnenzimmers

Weitere Fotos (pdf-Datei, 1,7 MB)

Eine 3D-Animation des Sonnenzimmers finden Sie hier (Fotos: Martin Zarth, 3D-Animation: Rainer Schleevoigt). Wenn Sie mit dem Curser waagerecht über das Bild streichen, dreht sich das Modell hin und her.

Bei den Präsentationen im Stadtpark zog das 1:20-Modell die Aufmerksamkeit vieler Besucher auf sich. Häufig wurde die Frage, was das sein könnte, spontan mit „eine Art Sonnenuhr“ oder „etwas Astronomisches“ beantwortet. Das Sonnenzimmer wurde als interessante, überzeugende oder sogar faszinierende Erweiterung des zentralen Stegmodells beurteilt. Einige fanden die ungewöhnliche Kombination von Kunstwerk und wissenschaftlichem Instrument sehr beeindruckend. Wiederholt tauchte allerdings auch die Frage auf, ob die Installation nicht zu groß werden würde. Im Rahmen einer Studienarbeit konnte Anfang 2011 nachgewiesen werden, dass ein originalgroßes Sonnenzimmer statisch stabil wäre, wenn man es gemäß den Proportionen des 1:20-Modells bauen würde.